Am kommenden Sonntag, den 15. August, heißt es zum 25. Mal „Start frei zum Großen Preis von Nettetal!“ In den vergangenen 25 Jahren hat sich der Renntag von einem beschaulichen Radrennen zu einem international anerkannten Event hochgearbeitet. In den ersten Jahren starteten zwar nur ungefähr 150 Fahrer, jedoch waren Sportler darunter die einige Jahre später große Erfolge feierten. So startetet jahrelang die australische Bahnnationalmannschaft in Breyell und lieferte sich spannende Wettkämpfe mit ihren Gegnern. So gewann 1993 der spätere Tour de France Etappensieger und Olympiasieger Stuart O´Grady das Breyeller Radrennen. 1998 standen mit Bradley McGee und Michael Rogers ebenfalls sehr starke Australier am Start. McGee war zu diesem Zeitpunkt 2-mailger Weltmeister und amtierender Olympiasieger. Michael Rogers, damals noch in den Jugendklassen, sollte einige Jahre später Weltmeister auf der Straße werden und bei zahlreihen großen internationalen Radrennen Erfolge sammeln.
Doch auch überaus erfolgreiche deutsche Fahrer standen immer wieder am Start. So gewann 1995 Andreas Kappes, der sich jahrelang mit Erik Zabel um den Titel des besten deutschen Sprinters stritt Er setzte sich damals in einem sehr dramatischen Schlussspurt gegen drei Australier durch, die alles getan hatten, um seinen Erfolg zu verhindern. Unvergessen sind auch die Auftritte von Andreas Beikirch ab 2003. Mit ihm stand erneut ein Spitzenfahrer mit zahlreichen nationalen und internationalen Titeln am Start. So gewann er in den Jahren 2003 und 2004, indem er das gesamte Fahrerfeld von hinten aufrollte und seinen Konkurrenten keine Chance ließ. Bei seinem Hattrickversuch 2005 wurde er dann jedoch vom sehr erfahrenen Rundstreckenfahrer Stefan Parinussa knapp im Sprint besiegt. Was Andreas Beikirch nicht gelang, sollte Michael Schweizer dann in den darauffolgenden Jahren eindrucksvoll gelingen. Erst im letzten Jahr wurde seine Siegesserie vom Lokalmatador Alexander Gottfried aus Nettetal-Hinsbeck gestoppt. Er wird auch in diesem Jahr wieder am Start stehen, um seinen Erfolg vom Vorjahr zu wiederholen. Dafür hat er sich aus seinem Team Netapp tatkräftige Unterstützung mitgebracht. Dieses Team zählt zu den aufsteigenden Mannschaften im internationalen Radsport und ihr Ziel ist es, innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre bei Tour de France zu starten. Neben Alexander Gottfried stehen wie in jedem Jahr viele namhafte Fahrer im Hauptrennen am Start. Ob es die Profimannschaft Seven Stones oder eine Profimannschaft aus Polen ist, oder aber eine der zahlreichen kleineren Mannschaften, die Fahrer aus ganz Deutschland in ihren Reihen haben, sein wird, die am Ende den Sieger stellen, muss abgewartet werden. Sicher ist auf jeden Fall, dass es im Hauptrennen, das um 16:15 Uhr startet, spannend werden wird.